Positionspapier zu Auracast

Gespeichert am: 7. August 2026

Auracast ist eine neue Bluetooth-Technologie und hat den Vorteil, dass der Ton von einer Quelle an viele Empfänger gleichzeitig gesendet werden kann d.h. ein Gerät streamt den Ton in den Raum und unbegrenzt viele Hörgeräte, CIs oder Kopfhörer können den Ton empfangen.

Der Deutsche Hörverband e.V., die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e.V. und der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. haben im Juli 2026 ein gemeinsames Positionspapier zu Auracast veröffentlich.

Die Verbände sehen in der neuen Übertragungstechnik große Chancen für mehr Hör-Barrierefreiheit, benennen aber auch die Voraussetzungen für ihren erfolgreichen Einsatz. Auracast hat das Potenzial, sich deutlich stärker zu verbreiten als die bisherigen induktiven Höranlagen. Dafür müssen Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet sowie technische Anforderungen wie eine geringe Latenz bei der Nutzung mit Hörsystemen erfüllt werden.

Die Verbände fordern deshalb eine zügige Entwicklung von und aufpreisfreie Versorgung mit Auracast-fähigen Hörsystemen – insbesondere auch in Power-Hörgeräte und Cochlea-Implantat-Prozessoren – sowie eine möglichst einfache Bedienung.

Da der Austausch der Hörsysteme bei den Nutzerinnen und Nutzern noch einige Jahre in Anspruch nehmen wird, bedeutet kommunikative Barrierefreiheit, dass Auracast und induktive Höranlagen in der Übergangszeit parallel angeboten oder geeignete Übergangslösungen bereitgestellt werden.

Positionspapier zu Auracast